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Eine junge Frau litt über viele Monate unter Depressionen und wurde mit Antidepressiva und weiterer Psychopharmaka behandelt, aber es zeigte sich keinerlei Besserung.
Bei einer Routineuntersuchung des Blutbildes entdeckte der Arzt eine verdeckte Infektion. Diese wurde dann medikamentös behandelt. Nach Abschluss dieser Behandlung waren wie durch ein Wunder auch die Depressionen verschwunden. Wie ist das möglich?

Forscher haben daraufhin festgestellt, dass nicht nur das Gehirn mit Hilfe der Botenstoffe die Vorgänge, die Stimmung und das Wohlbefinden unseres Körpers beeinflusst, sondern auch das Immunsystem selbst  über Botenstoffe verfügt. Diese Botenstoffe kommunizieren miteinander. So zeigte sich, dass bei einem Infekt, einer Entzündung, das Immunsystem Stoffe bildet, die die Wirkung von Serotonin und Dopamin mindern oder neutralisieren. Die Folge ist, wie jeder weiß, der schon an Erkältungen oder Grippe gelitten hat: Wir fühlen uns schlapp, müde, antriebslos, sehnen uns nach Ruhe. Das ist aus Sicht unseres Körpers sehr sinnvoll, denn in der Ruhe kann das Immunsystem die Erreger, die Entzündung am erfolgreichsten bekämpfen, der Körper den Infekt ausheilen.

Was bedeutet das nun im Zusammenhang mit Depressionen? Bei einer latenten Abwehr unseres Immunsystems, also bei einem Infekt, oder einer Entzündung, bei der keine Symptome auftreten, reagiert der Körper mit Müdigkeit, man fühlt sich antriebslos, kommt nicht aus dem Bett und sucht Rückzug, ohne ersichtlichen Grund.
Fazit: Beim Verdacht auf eine Depression ist es ratsam, sicherheitshalber mit eine Blutuntersuchung abzuchecken, dass kein verdeckter Infekt oder eine Entzündung vorhanden ist.